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Psychotherapeutische Verfahren

Die Psychotherapie gilt als junge Wissenschaft. Dennoch haben sich in den knapp hundert Jahren „moderner Psychotherapie“ sehr unterschiedliche „Therapieverfahren“ oder „Therapieschulen“ entwickelt.

Die bekanntesten sind (in der ungefähren Reihenfolge ihrer Entstehung):

  • die Psychoanalyse (nach Sigmund Freud)
  • die Tiefenpsychologisch-Fundierte Therapie (nach C.G. Jung)
  • die Gestalttherapie (nach Fritz Perls)
  • die Personzentrierte Gesprächsführung (nach Carl Rogers), die in Deutschland oft als  „Gesprächspsychotherapie“ eingesetzt wird
  • die Verhaltenstherapie (ohne spezielle „Gründerfigur“)
  • die Systemische Therapie / Familientherapie (verschiedene Institute und Therapeuten)
  • die Hypnotherapie, Hypnose-Psychotherapie (verschiedene Institute und Therapeuten).

 Allen genannten Therapieformen gemeinsam ist, dass sie ihre Therapieplanung auf spezifische theoretische Grundannahmen aufbauen und in vielerlei Hinsicht wissenschaftlich untersucht sind. Eine hilfreiche Einführung in die unterschiedlichsten Therapieverfahren finden Sie zum Beispiel bei der Psychotherapeutenkammer Hessen.

Nach meiner Einschätzung stellen die Therapieverfahren einfach unterschiedliche Sichtweisen zum Verständnis des Menschen dar und zeigen unterschiedliche Aspekte des des gleichen Ziels:

Menschen zu helfen, ihre Probleme, seelischen Erkrankungen oder Verletzungen zu überwinden, 
in dem Sie ihre eigenen Fähigkeiten (wieder) entdecken, ein gesundes oder gar glückliches Leben zu führen.

Kein Therapieverfahren kann für sich verbuchen, das alleinig richtige und wirkungsvolle zu sein.

In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich als relativ neue psychotherapeutische Richtung die sogenannte „Energetische Psychologie“, in der asiatische Ideen eines körpereigenen Energiesystems für die Psychotherapie nutzbar gemacht werden.

Hier ist vor allem die sogenannte „Klopfakupressur“ bekannt geworden, die eine Synthese alter taoistischer Ideen über das „Meridiansystem“ des Körpers mit moderner Psychotherapie anstreben. EFT (nach Gary Craig), EDxTM (nach Fred Gallo), oder ihre „Töchter“ MET (nach Rainer Franke) und PEP (nach Michael Bohne) sind typische Beispiele dafür. 

Darüber hinaus gibt es Verfahren, die sich auf die ayurvedische Idee eines „Chakren-System“ beziehen, wie die AIT (nach Asha Clinton) oder mit Intention / Vorstellung auf ein hypothetisches Energiesystem einwirken, wie z.B. EmoTrance (nach Silvia Hartmann) oder Logosynthese (nach Willem Lammers). 

GESETZLICHE / WISSENSCHAFTLICHE ANERKENNUNG

In Deutschland gelten nur die (1) Psychoanalyse/Tiefenpsychologisch fundierte Therapie, die (2) Verhaltenstherapie, die (3) Gesprächspsychotherapie und seit neuestem die (4) Systemische Therapie als „wissenschaftlich anerkannte Verfahren“, während z.B. in Österreich eine viel größere Zahl psychotherapeutischer Methoden gesetzlich anerkannt sind und im Rahmen des Gesundheitssystems eingesetzt werden.

PRAKTISCHE ANWENDUNG

In meiner Praxis biete ich vor allem Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Hypnose-Psychotherapie und Methoden der Energetischen Psychotherapie an (EFT, EmoTrance, AIT). Davon kann nur die Verhaltenstherapie über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden, wobei innerhalb einer Verhaltenstherapie die Anwendung von Hypnose erlaubt ist. Bei privaten Krankenversicherungen ist der persönliche Tarif entscheidend: Verhaltenstherapie wird grundsätzlich ebenfalls erstattet, die anderen Therapieformen je nach Versicherung.

ENTSPANNUNGSVERFAHREN

Entspannungsverfahren finden in vielen Therapieformen Anwendung, da die körperliche Entspannung einen natürlichen Gegenpol zu Anspannung, Ängsten und ungewollten Gefühlen darstellt. Ein Mensch, der in der Entspannung seinen Körper und seine Gedanken ausbalanciert, kann besser mit Stress umgehen und seine Psyche stabilisieren. Die bekanntesten und am besten untersuchten Enspannungsverfahren sind: Autogenes Training (AT) Progressive Muskelentspannung (PMR) und verschiedene Atemtechniken. In meiner Praxis setze ich vor allem die progressive Muskelentspannung und Atemübungen ein. Grundsätzlich lernen Sie jedes Entspannungsverfahren durch regelmäßiges Üben. Empfehlenswert sind Kurse bei entsprechend ausgebildeten Trainern, wie sie z.B. von den Volkshochschulen, Krankenkassen oder von psychotherapeutischen Praxen angeboten werden.